1908 bereits 149 Mitglieder
Zum 31. Dezember 1908 waren der Genossenschaft bereits 149 weitere Mitglieder beigetreten. Die neuen Wohnungen in der heutigen Wilhelmstraße 2, 3 und 4 waren sofort vermietet und sind am 01. April 1909 bezogen worden. Der Bau von weiteren Wohnungen sollte zügig vorangehen. Am 01. Oktober 1909 besitzt der Eisenbahn Bau- und Wohnungsverein 43 Wohnungen in 6 Häusern.
Der Dienstrang eines Wohnungsinteressenten spielte zur damaligen Zeit eine wichtige Rolle bei der Vergabe der Wohnungen. So konnten Unterbeamte und Arbeiter lediglich eine Wohnungsgröße von 56 qm beanspruchen, mittleren Beamten standen dagegen größere Wohnungen von 76 qm oder sogar 90 qm zu. Auch heute noch lässt sich anhand der Wohnungsgrößen die räumliche Trennung der sozialen Schichten nachvollziehen. Ein Lokführer wohnte nicht mit einem Güterbodenarbeiter Tür an Tür, für Eisenbahner zur damaligen Zeit - undenkbar. Der frühe Wohnungsbestand der Genossenschaft ist also auch ein Zeugnis der sozialen Werte zum Beginn des vorigen Jahrhunderts.
In den Jahren bis zum Beginn des ersten Weltkrieges hatte die Genossenschaft einen stetigen Zulauf unter den Lehrter Eisenbahnern. Immer mehr Wohnungen wurden gebraucht. Zwischen 1912 und 1914 wurden an der Ahltener Straße 48 Wohnungen mit den damals üblichen Stallungen gebaut.




